Fohlen zum Schlachter

Herkunftssuche, oder wo ist ... geblieben?

Fohlen zum Schlachter

Beitragvon Heimke am Di Jul 15, 2008 8:53 am

Zitat aus dem Pintoforum :
Hallo,
schaut doch mal eben bei
"http://www.not-pfoetchen.de" rein! Dort
sind unter der Rubrik Nottiere auch Pferde
drin, und zwar 14 Fohlen-Pinto-Schecken die
vorm Schlachter gerettet wurden.
Vielleicht wisst ihr ja jemanden der noch
günstig einen Pinto kaufen möchte und so
einen kleinen Fohlen ein neues Leben schenken
kann!

Kann da jemand weiterhelfen ? Wer kennt vielleicht die Herkunft oder hat eine neue Heimat für die Kleinen ?
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Re: Fohlen zum Schlachter

Beitragvon rudi am Mo Jul 21, 2008 3:31 pm

hallo heimke,
dein beitrag macht mich betroffen, lässt mich aber auch über manche beiträge im forum nachdenklich werden. mit jipiijeh und hihi ist noch kein fohlen grossgezogen. der marktwert eines reinrassigen hundewelpen ist höher als der eines grundausgebildeten lewitzers. warum muss eine klemmende stute unbedingt gedeckt werden? sie gehört nicht in die zucht, weil diese gene auf die nachkommen weitergegeben werden. und dann noch eine und hoffentlich bekommen wir bei der nächsten mausi auch noch etwas in den bauch! das resultat die als kinderfreundlich und klar im kopf beschriebenen lewitzer landen auf der speisekarte des hamburger hofs in riesa: "mittwoch erst wieder frische pferderoulladen" !!
tierliebe und verantwortung für tiere übernehmen sind 2 dinge, die noch nicht bei allen "züchtern" angekommen sind. lewitzer haben als linienzucht gegenüber reingezogenen rassen den nachteil, dass nicht alles programmierbar ist. abhängig von persönlicher erfahrung und umwelteinflüssen ist das aber bei reingezogenen rassen auch nicht immer vorhersehbar. die lösung heisst in meinen augen qualität statt quantität.das wesen der pferde bei der "vermehrung" beachten und mit gezielten ausbildungsergebnissen überzeugen! süüüüüss und mausileinchen sind keine kriterien!!!!!
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Re: Fohlen zum Schlachter

Beitragvon marion am Fr Jul 25, 2008 7:02 am

Hallo Rudi
Da Du in Deinem Beitrag ja ganz offensichtlich auf mich anspielst möchte ich einfach mal ein paar Worte sagen.Da wir uns leider persönlich nicht kennen denke ich das es äußerst schwierig für Dich sein dürfte mich und meine"Mausileins"beurteilen zu können.Aber das ist leider genau das Problem ihr baut euch Vorurteile auf ohne irgendwelche Hintergründe zu kennen.Wer mich kennt weiß das ich einfach für jeden Tip dankbar bin aber man rennt häufig gegen Mauern und wäre es dir persönlich lieber wenn die Ponys hier als Gäule oder Zossen tituliert werden????Oder wenn man einfach weg guckt wenn es den Tieren schlecht geht??Mir geht es da gott sei Dank etwas anders...Ich nehme genau solche Tiere auch bei mir auf die villeicht nicht ganz so "funktionieren"wie es alle anderen tun aber zwischen Angst(wegen evtl.schlechter Erfahrungen)und schlechtem Charakter kann ich schon unterscheiden.Und meinen Ponys geht es nicht wirklich schlecht bei mir,auch hat sich noch keins beschwert über ein "Mausilein".Mich freut sehr das es in deiner Zucht alles reibungslos verläuft und keine Stute da ist die zb.klemmig ist im Stand ist 8-) L.G. Marion
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Re: Fohlen zum Schlachter

Beitragvon rudi am Sa Jul 26, 2008 8:11 pm

hallo marion,
tut mir leid, dass du dich persönlich angesprochen fühlst. ich habe 3 herrenlose hunde, 3 halbverhungerte katzen und einen kastrierten ziegenbock, der herrenlos im wald gefunden wurde, in meine pflege genommen. in dieser beziehung sind wir uns einig:tieren soll es in menschlicher obhut gut gehen. mein ansatzpunkt ist die unkontrollierte und leider auch durch lobbiismus nicht zielgerichtete zucht. das führt dazu,dass eben 14 fohlen mal eben so zum schlachter wandern. ich habe eine 6-jährige stute, die als gewichtsträger auf distanz ging und bei allen wanderreittouren durch ihr fabelhaftes wesen überzeugte, aus platz vor preis-gründen für 500 € an eine enthusiastische jugendliche reiterin verkauft. nun kommen freund, schulische anforderungen und ausbildung. das pferd ist im wege. ein seriöser käufer ist aber auch nicht in sicht! aus diesem grund lieber eins weniger, an diesem viel freude und nicht auf biegen und brechen decken. ich habe für mich den entschluss gefasst erst wieder decken, wenn ich für das zu erwartende neue leben eine sichere existenz durch einen seriösen käufer gewährleisten kann.
pferde leben im schnitt ein halbes menschenalter !
in diesem sinne liebe grüsse rudi
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Re: Fohlen zum Schlachter

Beitragvon marion am So Jul 27, 2008 7:11 am

Hallo Rudi
Tja das hört sich ja ganz so an als hätten wir doch ein paar gemeinsame Ansichten.Wäre schön wenn du dann auch meine Mausileins nicht so Überbewerten würdest,denn mein 1.Pferd was ich mir erst mit über 20 leisten konnte habe ich auch vom Schlachter gerettet der dicke geht jetzt stark auf die 40 zu und ist das beste Pferd du siehst das auch bei mir etwas Verantwortung dahinter steckt und egal welches Pferd oder Pony diesen Hof verläßt ist in guten Händen.Denn es geht natürlich nicht darum noch mehr Rouladen zu produzieren.Nur einfach möchte ich das meine Pia-maus die Angst verliert und auch das Vertrauen in die Menschen wiederfindet.Wir sind auf dem besten Wege dahin denn sie hat alles was ich mir unter Lewitzern vorstelle nur ebend einen schlechten Start gehabt und wie wir wissen prägt so etwas leider auch.Auf bald Marion ;)
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Re: Fohlen zum Schlachter

Beitragvon Berit am So Jul 27, 2008 10:18 am

Hallo, jetzt möchte ich mich doch auch mal einschalten. Denn ich verfolge den regen Schriftwechsel mit großem Interesse da auch ich ein "komisches" Pony habe (s. Nachdenkliches) und sagen muß, das kein Tier so ist wie es ist sondern vom Menschen gemacht wird. Meine Schnecke wurde rumgeschubst und war bestimmt frustriert und ängstlich und wie reagiert ein Pferd???? Jedes nach seinem Charakter, wie die Menschen auch.Von wegen Charakter - die kleinen Fohlen sind doch alle nett und zutraulich aber sehen wir sie doch mal an nachdem sie in ach so menschlicher Obhut waren, die einen rollen mit den Augen und treten zu die anderen würden in aller Stille lieber einen Strick nehmen und sich aufhängen und einige haben Glück und haben ein feines Leben. Aber es liegt doch an uns,der "intelligenten" Rasse ha ha ha, das die uns anvertrauten Lebewesen in ihrem Sinne zu halten. Aber im Zeitalter, wo selbst kleine Kinder im Auto vergessen werden und auf sonstige Arten sterben müssen, sprich wir uns noch nicht mal um unsere Nachkommen Sorgen machen, wie sollen wir uns um andere kümmern können. Gruß Berit :|
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Re: Fohlen zum Schlachter

Beitragvon Berit am So Jul 27, 2008 10:26 am

Hey, der Platz reichte nicht.
Zum anderen, klemmen während der Bedeckung, ich lasse auch nicht jeden Typen ran und zum allzu geliebten Arztbesuch gehe ich sehr ungerne. Die "Herren der Schöpfung" :roll: gehen ja gar nicht erst hin - also steht einer Stute doch auch zu, den Tierarzt nicht ranzulassen und sich ihre Kerle selbst auszusuchen. Hat doch dann wunderbar geklappt, nachdem sie ihren Lover zugeführt wurde, der ihr sympatisch war.
Und auch in der freien Wildbahn lässt sich eine Stute nicht immer nur vom Hengst decken, sondern nimmt auch einen anderen und mogelt dem Herrn der Herde eines unter.
Liebe Grüße an alle
Berit
:P
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Re: Fohlen zum Schlachter

Beitragvon rudi am Di Jul 29, 2008 5:12 pm

hallo berit, ihr bedenkt nicht das grundproblem. solange ihr nicht begreift, dass ein herr schockemöhle in einem gestüt,dass unserer rasse seinen namen gab mit über 2000 (tausend)!!! stuten kommerziell tätig ist und sicher auch ein beträchtlicher teil des ausschusses zum schlächter wandert, warum sollen wir uns dann sorgen um 14 schecken machen, die vorm schlächter gerettet wurden? ich bin mir nicht sicher ,ob sie nicht schon dort gelandet sind. zur olympiade in peking wurde die delikatesse "hund", den man sich in seinem käfig sogar aussuchen konnte verbannt. ähnlich sehe ich das bei der überproduktion an pferden, insbesondere kleinpferden, ein pferd braucht nun mal mindestens einen ha grund und boden um artgerecht gehalten zu werden. wer hat das heute noch zur verfügung? während der herrschenden trockenperiode habe ich schon schwierigkeiten meine sechs mäuler mit 7 ha satt zu machen. deshalb gezielt züchten und nicht nur vermehren.der markt an pferden ist heute schon übersättigt und ich würde niemals ein mir lieb gewordenes geschöpf auch bei hohem preis an dudiose händler übergeben.
lg rudi
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Re: Fohlen zum Schlachter

Beitragvon caboroig am Do Jul 31, 2008 8:29 am

Hallo,
das Problem mit den Massenzüchtern (oder sagen wir besser: Massenvermehrern) wird wohl bleiben, da es keine vernünftigen Tierzuchtgesetze gibt. Doch wer soll die machen? Die "Vermehrer" bringen das Geld in die Kassen der Vereine und werden oft auch noch hofiert und mit Prämien überhäuft!
25 Jahre aktivier Tierschutz (darunter u. a. Auflösung eines Doggenzwingers mit 171 (!) ausgewachsenen Deutschen Doggen machen mürbe.
Und gerade deshalb tue ich mich schwer, meine "Mausi" MARA, die allerdings liebevoll "Sobertje" und nicht Mausi genannt wird, abzugeben, obwohl sie mit ihren fünf Jahren eigentlich einen Reiter bräuchte, der sie fordert und fördert und ich mit meinen kaputten Gelenken ein älteres Pferd bräuchte, daß mir noch einige gemütliche Spazierritte beschert.
LG
Jutta
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Re: Fohlen zum Schlachter

Beitragvon Shérazade am Do Jul 31, 2008 7:39 pm

Hallo zusammen
Bin neu hier. habe eure beiträge gelesen und bin rudis meinung. Zucht sollte überlegt sein. Thema: schockemöhle, war vor nicht so langer zeit da. 5 lewitzer haben die noch, aber ein grosses Schild als Wegweiser zu den Schecken. Die musste ich aber lange suchen. Der "Stall" ist interessant, anders kann man diese Fabrik wohl nicht betiteln ohne unfreundlich zu werden und für einige Pferde da, wäre der Schlachter die Erlösung.
Gruss Shérazade
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